Open Data – zu langsam in Deutschland!

Der vierte jährlich erscheinende Open Data Maturity in Europe Report von Capgemini zeigt, dass nationale Behörden Open Data oft nicht strategisch genug vorantreiben und der Fortschritt in einigen Bereichen an Geschwindigkeit verliert. Insbesondere beim Erfassen der Auswirkungen von Open Data und den daraus abzuleitenden Maßnahmen verschenkt Deutschland Potenzial.

Den lesenswerten Bericht steht in einer Kurzfassung und in voller Länge (pdf, 6,3 MB) zur Verfügung. Nur auf Deutschland fokussiert ist das Factsheet Deutschland (pdf, 432 kB) als Teil des Reports.

Endlich Klarheit bei der Lizenzfrage

„Welche Lizenz sollen wir für welchen Datensatz festlegen?“ Diese Frage stellt sich bei jedem Open Data Projekt. Und wenn es das erste Projekt ist, kann diese Frage recht komplex werden: Die IT-Abteilung hat Vorstellungen, den Rechtsrahmen muss der Jurist sicherstellen und die Daten-Veröffentlicher wollen nur vorankommen.

Mit der „Datenlizenz Deutschland“ liegt nun eine Empfehlung des BMI und KGSt vor, die die die Lizenzbestimmung vereinfachen soll. Die „Datenlizenz Deutschland“ gibt es in zwei Varianten:

Bemerkenswert bei diesen Lizenzen ist auch, dass sie ohne juristischen Hintergrund verstehbar sind. Solche Initiativen im Open Data Umfeld sind sehr begrüßenswert und fast schon als Meilensteine zu bezeichnen.

Obwohl nicht für alle Fälle anwendbar, werden Open Data Projekte in Bezug auf die Lizenzwahl sicherer und schneller vorankommen. Und bestehende Lizenzfestlegungen sollten daraufhin überprüft werden, ob ein Umstieg auf die „Datenlizenz Deutschland“ möglich ist.